Die Website des Taekwondo Center Stuttgart e.V. | Trainieren Sie mit dem Weltmeister und werden Sie auch ein Champion!
Auf 800qm Gesamtfläche mit 2 Trainingshallen bietet unser Verein mehr als ausreichend Platz für Taekwondo, Hapkido und Fitness.
Sämtliche Geräte stehen jedem Mitglied täglich zur freien Verfügung. Wir können nicht nur Kampfkunst.
Für Unentschlossene bieten wir ein kostenfreies Probetraining an. Vereinbaren Sie heute noch einen Termin..
Juni 14, 2026
Ein großartiges Comeback auf dem Stuttgarter Schlossplatz
Nach sieben Jahren war es endlich wieder so weit: Das TKD Center Stuttgart e.V. präsentierte sich am 13.+14. Juni 2026, also an beiden Tagen des 22. Stuttgarter Kinder- & Familienfestivals, mit vollem Engagement der Öffentlichkeit. In den vergangenen Jahren hatte sich die Präsenz des Vereins meist auf einen sonntäglichen Bühnenauftritt beschränkt. Umso größer war die Freude, an diesem Wochenende wieder das gesamte Spektrum des Taekwondo-Sports über zwei Tage hinweg sowohl auf der Bühne als auch an einem eigenen Informationsstand direkt auf dem Stuttgarter Schlossplatz vorstellen zu können.
Begünstigt durch bestes Sommerwetter zog das Festival zahlreiche Besucher an, und das Interesse am Angebot des TKD Centers Stuttgart e.V. war überwältigend. Das Event erwies sich für den Verein als ein voller Erfolg auf ganzer Linie.
Der Informationsstand: Action und Beratung für Groß und Klein
Der Informationsstand des Vereins wurde während des gesamten Wochenendes von zahlreichen engagierten Helferinnen und Helfern des Vereins betreut. Besucherinnen und Besucher jeden Alters nutzten die Gelegenheit, sich aus erster Hand über das Trainingsangebot, die Philosophie des Taekwondo und die Vereinsgemeinschaft zu informieren. Neben der theoretischen Beratung stand vor allem das Mitmachen im Vordergrund. Der Stand bot den Gästen die Möglichkeit, selbst sportlich aktiv zu werden. Interessierte Kinder sowie Erwachsene durften unter fachkundiger Anleitung erste Übungen mit der Pratze durchführen. Ein besonderes Highlight, das für leuchtende Augen und großen Andrang sorgte, war das Zerschlagen von Brettern. Der Ansturm auf diese Mitmachaktionen übertraf alle Erwartungen des Vereins und zeigte, wie faszinierend der Kampfsport auf die Festivalbesucher wirkte.
Das Bühnenprogramm: Ein dynamischer Querschnitt des Taekwondo
Ein weiterer Zuschauermagnet war das exklusive Bühnenprogramm, das sowohl am Samstag als auch am Sonntag jeweils pünktlich um 12:45 Uhr auf der Festivalbühne präsentiert wurde. Die aktiven Sportlerinnen und Sportler des Vereins zeigten dem begeisterten Publikum einen Querschnitt durch die vielfältigen Disziplinen des Taekwondo:
● Pratze kicken: Demonstration von Schnelligkeit, Präzision und Dynamik bei verschiedenen Tritttechniken.
● Formenlauf (Poomsae): Ästhetische und hochkonzentrierte Bewegungsabläufe, die den Kampf gegen einen imaginären Gegner symbolisieren.
● Schaukampf: Ein realistischer Einblick in den modernen Wettkampf unter offiziellen Wettkampfbedingungen, der die taktische Tiefe des Sports verdeutlichte.
● Selbstverteidigung: Praktische und effektive Techniken zur Abwehr von Angriffen im Alltag.
● Bruchtest: Zum Abschluss demonstrierten die Aktiven ihre mentale Stärke und Perfektion bei einem kleinen Bruchtest
Das 22. Stuttgarter Kinder- & Familienfestival war für das TKD Center Stuttgart e.V. eine hervorragende Plattform, um die Begeisterung für den Taekwondo-Sport weiterzugeben. Der Andrang am Stand und die positive Resonanz auf die Bühnenauftritte haben gezeigt, dass sich der gesteigerte Aufwand für die zweitägige Präsenz mehr als gelohnt hat.
Ein herzlicher Dank gilt allen Helferinnen, Helfern und Aktiven, die dieses erfolgreiche Wochenende durch ihren ehrenamtlichen Einsatz möglich gemacht haben.
Juni 10, 2026
WT President’s Cup 2026 – Europe Edition in Nürnberg
Vom 04. bis 07. Juni 2026 fand in Nürnberg der WT President’s Cup 2026 – Europe Edition statt. Mit insgesamt 1.267 Athletinnen und Athleten war das Turnier stark besetzt und bot ein hochklassiges internationales Teilnehmerfeld. Für das TKD Center Stuttgart gingen vier Athletinnen und Athleten an den Start. Besonders erfreulich: Zwei von ihnen erreichten einen Podestplatz.
Lena Milica Djuric startete in der Gewichtsklasse bis 68 kg und war an Position vier gesetzt. Ihren ersten Kampf gegen Dhuti Prashanth aus Deutschland gewann sie souverän. Im Halbfinale traf sie auf die an Position eins gesetzte Türkin Zeynep Nil Menekse. Dort musste sie sich nach einem starken Turnierverlauf geschlagen geben und belegte am Ende einen hervorragenden 3. Platz.
Auch David Findling, der über die Deutsche Nationalmannschaft startete, zeigte eine starke Leistung. Seinen Auftaktkampf gegen Erik Perez Galan aus Spanien gewann er klar. Auch im zweiten Kampf gegen den Deutschen Umit S. Kalkan Junior setzte er sich souverän durch. Im Viertelfinale traf David auf den Schweizer Kubilay Kaan Uzmez und erreichte anschließend das Halbfinale. Dort musste er sich dem späteren Turniersieger Tobiasz Oracz aus Polen geschlagen geben. Damit sicherte sich auch David einen starken 3. Platz.
Am ersten Wettkampftag gab Cemre Sahin in der Gewichtsklasse bis 46 kg ihr Debüt auf diesem internationalen Niveau. Sie zeigte einen guten Kampf, musste sich jedoch der an Position drei gesetzten Rivka Bayech aus Israel geschlagen geben.
Am letzten Wettkampftag ging Kim Vivian Habulin in der Gewichtsklasse bis 62 kg an den Start. Auch sie startete für die Deutsche Nationalmannschaft. In ihrem Kampf traf sie auf die Türkin Huru Gokce Gogebakan. Es entwickelte sich ein starker und knapper Kampf, der am Ende jedoch zugunsten der Türkin ausging.
Insgesamt kann das TKD Center Stuttgart auf einen erfolgreichen WT President’s Cup 2026 zurückblicken. Mit zwei Podestplatzierungen durch Lena Milica Djuric und David Findling sowie wertvollen internationalen Erfahrungen für alle Starterinnen und Starter zeigte das Team eine starke Leistung auf europäischer Bühne.
Mai 15, 2026
Vom 11. bis 14. Mai 2026 fanden die European Taekwondo Championships 2026 im BMW Park in München statt. Bei diesem hochklassigen internationalen Turnier konnte Kim Vivian Habulin ein starkes Ausrufezeichen setzen. In der Gewichtsklasse bis 62 kg erreichte sie bei ihrer ersten Europameisterschaft einen hervorragenden 5. Platz.
Die Europameisterschaft brachte die besten Athletinnen und Athleten des Kontinents zusammen. Insgesamt waren 390 Sportlerinnen und Sportler aus 47 Ländern vertreten. Die Zuschauerinnen und Zuschauer erlebten Taekwondo auf höchstem Niveau, spektakuläre Kämpfe und wichtige Duelle um wertvolle Punkte für die Weltrangliste.
Kim Vivian Habulin, aktuell auf Weltranglistenplatz 129, startete mit einem Freilos in der ersten Runde in das Turnier. In der zweiten Runde traf sie auf GRETARSDOTTIR Ingibjorg aus Island, die auf Platz 49 der Weltrangliste geführt wird. Kim zeigte von Beginn an eine starke und konzentrierte Leistung. Die erste Runde entschied sie deutlich mit 16:0 für sich, auch die zweite Runde gewann sie souverän mit 9:6. Damit zog sie verdient ins Viertelfinale ein.
Dort wartete mit SZPAK Julia aus Polen, der aktuellen Weltranglisten-Zehnten, eine absolute Top-Athletin. Kim lieferte der favorisierten Polin einen engen und starken Kampf. Die erste Runde endete mit 6:6, ging jedoch aufgrund der Wertung knapp an die Polin. Auch in der zweiten Runde kämpfte Kim entschlossen weiter, musste sich am Ende jedoch mit 5:9 geschlagen geben.
Trotz der knappen Niederlage im Viertelfinale war es ein äußerst gelungenes EM-Debüt für Kim Vivian Habulin. Der 5. Platz bei ihrer ersten Europameisterschaft zeigt, dass sie auch auf höchstem internationalen Niveau mithalten kann und sich mit den besten Athletinnen Europas messen kann.
Mit dieser starken Leistung sammelte Kim wertvolle Erfahrung und setzte ein klares Zeichen für ihre weitere sportliche Entwicklung.
(Bilder von Julia Ronken)
Mai 12, 2026
Am 09. Mai 2026 fand in Pforzheim das 13. Taekwondo Benefiz Turnier – Goldstadt Pokal unter dem Motto „Kick für den guten Zweck“ statt. Auch die Nachwuchssportlerinnen und Nachwuchssportler des TKD Center Stuttgart gingen bei diesem besonderen Turnier an den Start und zeigten starke Leistungen.
Das Benefizturnier stand nicht nur im Zeichen des sportlichen Wettkampfs, sondern auch im Zeichen des guten Zwecks. Für die jungen Athletinnen und Athleten bot der Goldstadt Pokal eine wertvolle Gelegenheit, weitere Wettkampferfahrung zu sammeln, ihr Können unter Beweis zu stellen und sich mit anderen Sportlerinnen und Sportlern zu messen.
Der Nachwuchs des TKD Center Stuttgart überzeugte mit großem Einsatz, Kampfgeist und starken Ergebnissen. Besonders erfolgreich waren Damir Mazur, Jasmin Lahcen, Kijara Ana Frklic und Lina Lahcen, die sich jeweils den 1. Platz sichern konnten.
Auch die weiteren Platzierungen können sich sehen lassen: Alisa Mazur, Mark Torba und Linah Ghozzi erreichten jeweils einen starken 2. Platz. Niko Frklic komplettierte das erfolgreiche Abschneiden mit einem verdienten 3. Platz.
Für das TKD Center Stuttgart war das Turnier ein weiterer schöner Erfolg im Nachwuchsbereich. Die jungen Sportlerinnen und Sportler zeigten, dass sich regelmäßiges Training, Disziplin und Teamgeist auszahlen. Gleichzeitig sammelten sie wichtige Erfahrungen für kommende Wettkämpfe.
Das gesamte Team des TKD Center Stuttgart gratuliert allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern herzlich zu ihren starken Leistungen.
Mai 02, 2026
Das Taekwon-Do Center Stuttgart ist mit zwei Poomsae-Läufern zum diesjährigen Mustang-Turnier nach Feldkirch in Österreich aufgebrochen.
Das ist ein sehr gut organisiertes internationales Turnier, bei dem sowohl Poomsae als auch Kyorugi sowie Freestyle ausgetragen werden. Für Kinder gab es auch einen Parcours und speed-kicking Wettbewerbe.
Alina Schulz hatte ihren ersten Start im Team gemeinsam mit Sara Telatar von Wu-Chi und Marlies Schmid von Baindt. Die Damen brachten eine hervorragende Leistung und bekamen Gold.
Danach war Matthias Walter im Einzel dran. Er besiegte im Halbfinale einen Sportler aus Österreich und konnte sich im Finale immerhin gegen Martin Rees Gold sichern.
Dann starteten Matthias und Alina im Paar. Mit zwei guten Läufen mussten sie sich knapp geschlagen geben und bekamen Silber.Spät am Abend musste sich Alina noch im Einzel mit ihrer Teamkollegin Sara im Finale messen. Auch hier gab es einen knappen zweiten Platz und somit Silber für Alina. Die beiden haben bei allen Starts eine Medaille geholt, ein sehr schönes Ergebnis!
April 29, 2026
TKD Center Stuttgart überzeugt bei der Württembergischen Meisterschaft
Bei der Württembergischen Meisterschaft am 25. April 2026 in Aichwald zeigte das TKD Center Stuttgart eine starke Teamleistung und sicherte sich in der Mannschaftswertung einen hervorragenden 3. Platz.
Insgesamt gingen bei der Meisterschaft 378 Sportlerinnen und Sportler an den Start. Das TKD Center Stuttgart war mit 19 Athletinnen und Athleten vertreten und konnte zahlreiche Platzierungen erkämpfen.
Besonders erfolgreich verlief der Wettkampftag für gleich mehrere Starterinnen und Starter, die sich den 1. Platz sichern konnten: Evangelos Lolas, Malak Bauilkhamen, Lina Ghozzi, Jasmin Lahcen, Alisa Mazur, Damir Mazur, Laura Enes, David Findling, Lena Djuric, Cemre Sahin, Celeste Pacino, Melisa Tekin und Mikail Tekin standen am Ende ganz oben auf dem Podest.
Auch Kiara Ana Frklic und Maxim Wedel überzeugten mit starken Leistungen und belegten jeweils den 2. Platz. Über einen 3. Platz durften sich Lina Lahcen und Mark Torba freuen. Rayen Khardani erreichte einen guten 5. Platz.
Mit diesen Ergebnissen unterstrich das TKD Center Stuttgart einmal mehr seine starke Nachwuchs- und Wettkampfarbeit. Der 3. Platz in der Mannschaftswertung ist ein besonderer Erfolg für das gesamte Team und ein Beleg für den Einsatz, die Disziplin und den Zusammenhalt der Athletinnen, Athleten und Trainer.
April 19, 2026
Großer Erfolg für das TKD Center Stuttgart: Kim Vivian Habulin zeigte bei den Spanish Open G1 2026 in der Camilo Cano Sports City in Alicante, Spanien, eine starke Leistung und sicherte sich im Dobok der Deutschen Nationalmannschaft am Ende einen hervorragenden 3. Platz.
Das Turnier war im Seniorenbereich mit insgesamt 550 Athletinnen und Athleten stark besetzt. In Kims Gewichtsklasse bis 62 kg gingen 30 Sportlerinnen an den Start. Bereits in der ersten Runde setzte Habulin ein deutliches Zeichen und gewann klar gegen Irune Jimenez aus Spanien.
Auch in der zweiten Runde überzeugte sie mit einer starken Vorstellung: Gegen die an Position zwei gesetzte Kroatin Dora Mestrovic, die zudem Rang vier der Weltrangliste belegt, gelang Kim ein bemerkenswerter Sieg. Im Viertelfinale ließ sie dann auch Lucia Salanova aus Spanien keine Chance und zog mit einem weiteren deutlichen Erfolg ins Halbfinale ein.
Dort traf sie auf Petra Stolbova aus Tschechien. In einem knappen und umkämpften Halbfinale musste sich Habulin schließlich nur knapp geschlagen geben. Mit dem erreichten 3. Platz krönte sie dennoch ein starkes Turnier und unterstrich einmal mehr ihre internationale Klasse.
Für das TKD Center Stuttgart ist dieser Erfolg ein weiterer Beleg für die starke Entwicklung seiner Athletinnen und Athleten auf internationaler Ebene. Die Bronzemedaille beim Spanish Open G1 2026 ist für Kim Vivian Habulin ein weiteres starkes Ergebnis und ein verdienter Lohn für ihren Einsatz.
April 18, 2026
Bundesranglistenturnier 1 in Bensheim
Neun Sportlerinnen und Sportler des Taekwondo Center Stuttgart gingen am 18. April beim ersten Bundesranglistenturnier zum Teil für den Landeskader der TUBW an den Start.
Nach den German Open war dies das zweite Turnier von insgesamt vier, welche für die Nominierungen zur diesjährigen Weltmeisterschaft relevant sind.
Umso mehr freuen wir uns, dass unsere Sportlerinnen und Sportler erneut gute Leistungen zeigen konnten.
1. Platz: Fabian, Doris/Sylvia (NWTU)/Karen (TVSH) im Team, Fabian/Hilko (TVBB)/Steven (TUH) im Team, Maxi/Louis (TUS)/Max (TUH) im Team
3. Platz: Doris, Dirk, Maxi, Marina/Elena/Isabelle im Team, Steffi/Brigitte (NTU)/Cornelia (TUS)
April 07, 2026
Kim Vivian Habulin für die Europameisterschaft 2026 nominiert
Große Freude beim TKD Center Stuttgart: Kim Vivian Habulin wurde von der Deutschen Taekwondo Union (DTU) für die European Taekwondo Championships 2026 nominiert.
Die Europameisterschaft findet vom 11. bis 14. Mai 2026 im BMW Park in München statt. Kim wird dort in der Gewichtsklasse bis 62 kg an den Start gehen und Deutschland auf höchstem europäischen Niveau vertreten.
Die Nominierung für dieses bedeutende internationale Turnier ist eine besondere Auszeichnung und zugleich ein Beleg für die starken Leistungen, die Kim in den vergangenen Monaten gezeigt hat. Die Teilnahme an einer Europameisterschaft stellt einen wichtigen Meilenstein in ihrer sportlichen Laufbahn dar und unterstreicht ihre kontinuierliche Entwicklung.
Das TKD Center Stuttgart ist stolz auf diese Nominierung und wünscht Kim Vivian Habulin eine erfolgreiche Vorbereitung sowie viel Erfolg bei den European Taekwondo Championships 2026 in München.
Das Taekwon-Do Center Stuttgart e.V. wünscht seinen Mitgliedern, Gönnern und Freunden nur das Beste für das kommende 2020 :)
Euer TKD Center Stuttgart e.V.
Herzliche Weihnachtsgrüße und die besten Wünsche für 2020 senden wir unseren Mitgliedern, Gönnern und Freunden.
Euer TKD Center Stuttgart e.V.
Park Pokal 2019
Vergangenes Wochenende machte sich eine Gruppe Kämpfer auf zum letzten Turnier des Jahres. Mit 5x Gold, 3x Silber und 4x Bronze kehrten sie nach Hause.
Wir gratulieren allen Kämpfern.
Optimale Vorbereitung, Gelassenheit und innere Ruhe als Erfolgsgaranten
Als einer der ersten deutschen Athleten schaffte der Taekwondo-Weltmeister Alexander Bachmann das, was in Deutschland bisher erst wenige Sportler erreichen konnten. Er qualifizierte sich am 6. Dezember, dem Nikolaustag, in Moskau nach einem harten und langen Weg mit einem Direktstartplatz für die Olympischen Spiele im kommenden Jahr in Tokyo. Dieser Tag war nicht nur für den glücklichen Taekwondo-Sportler ein besonderer Tag. Auch bei seinem Trainer Vanja Babic wird der 6. Dezember 2019 für immer in Erinnerung bleiben. Wie es zu dem großen Erfolg in Moskau kam und was den Tag für den Trainer so unvergesslich macht, das verraten Vanja Babic und Alexander Bachmann exklusiv im Interview.
Von Helena Stanek
Mit einer mental starken Leistung ging Alexander Bachmann am Nikolaustag in Moskau in seine Mission „Olympiaticket“. Die Anspannung bei ihm und allen Beteiligten war groß. „Obwohl ich von 1997-2012 fast 16 Jahre als Bundestrainer gearbeitet habe, schaffe ich es bis heute nicht auf der Tribüne still zu sitzen, wenn unsere deutschen Athleten kämpfen“, verriet der Taekwondo Sportdirektor Holger Wunderlich kurz vor der Abreise nach Moskau. Alex Bachmann dagegen machte auch an diesem besonderen Tag das, was ihn in seiner erfolgreichen Karriere auszeichnet: Ruhe bewahren. Der erste Kampf gegen den starken Brasilianer, Maicon Siqueira, war an Spannung kaum zu übertreffen. Ein ständiger Führungswechsel im Kampfverlauf endete mit einem 18:17 Punkte-Vorsprung für Alex. Doch in der letzten Sekunde des Kampfes gab der Kampfrichter dem Deutschen noch eine Verwarnung und das Scoreboard schlug auf 18 zu 18 Punkte um. Die vierte Runde, der sogenannte Sudden Death, musste entscheiden wer als Sieger von der Fläche gehen konnte.
„Eigentlich war der Kampf gegen den Brasilianer kein Problem“, resümiert Bachmann gelassen nach seinem Sieg gegen den Sofia-Grand Prix-Sieger und WM-Bronzemedaillengewinner 2019 aus Brasilien. Für die Zuschauer hingegen, war dieser Kampf vom Verlauf her pure Nervenanspannung. Das sich Alex auch mit einer Niederlage im ersten Kampf direkt für die Olympischen Spiele qualifiziert hätte, war wohl nur den Insidern bewusst.
Erfolge in Australien, Italien und Israel sorgten für hervorragende Ausgangssituation
Durch seine letzten Erfolge bei den European Extra Games (Silber) und den Israel Open (Gold) hatte sich der 25-jährige eine perfekte Ausgangssituation verschafft, so dass der Anruf bei seiner Frau Rabia nach seinem gewonnen Olympiaticket im Prinzip nur noch Formsache war. Als die Entscheidung dann endgültig feststand, war die Freude bei allen Mitgereisten dennoch groß. „Die direkte Qualifikation von Alexander über die Olympische Weltrangliste macht uns als Verband überglücklich und sehr stolz. Er hat es, in Zusammenarbeit mit vielen Unterstützern, aus eigener Kraft geschafft. Durch die hervorragende Zusammenarbeit der Trainer, des Ärzteteams und des Präsidiums war dies möglich. Ihnen gilt ebenso mein Dank, wie unserem Olympia-Teilnehmer Alexander Bachmann,“ sagte Musa Cicek, Vize-Präsident Leistungssport. Diese Zusammenarbeit wird nun seitens der DTU noch einmal verstärkt. Sein Heimtrainer Vanja Babic wird ab Januar dem offiziellem Trainerteam der DTU angehören, um die Vorbereitung optimal gestalten zu können. Vanja Babic: „Die Zusammenarbeit mit der DTU war rückblickend perfekt. Alles funktionierte tadellos. Das hat diesen Erfolg überhaupt möglich gemacht. Jedes Problem, das wir hatten, wurde gemeinsam angegangen und gelöst. Für Tokyo müssen wir alle noch eins drauflegen. Ich freue mich sehr auf meine neue Herausforderung als Bundestrainer bei der DTU.“
Verändern wird sich für den ehemaligen Leistungssportler Babic natürlich einiges. In seinem Verein, TKD Center Stuttgart, hält der Vater von Vanja, Stojan Babic, die organisatorischen Fäden in der Hand. Ein großes Trainerteam kümmert sich um die einzelnen Gruppen. Die Top-Athleten in Stuttgart trainieren dann bei Vanja. Der Verein stärkt Vanja Babic nun in seiner neuen Rolle als Bundestrainer den Rücken, damit er sich zukünftig voll auf die Olympiavorbereitung von Alexander Bachmann konzentrieren und andere Arbeiten ein wenig zurückstellen kann.
Vanja Babic: „Als Alex den WM-Titel geholt hat, ist auch von mir eine Art Druck abgefallen“
Wenn ein ehemaliger Leistungssportler, der selbst auf Weltniveau gekämpft hat, als Trainer EM-, WM- und möglicherweise auch Olympiamedaillen holt, sind dies immer besondere Momente in einer Trainerkarriere. Aber als Alex 2017 im südkoreanischen Muju WM-Gold gewonnen hat, ist auch von Vanja Babic eine Last von den Schultern gefallen: „Er hat das beendet, was ich 2009 bei der WM verpasst habe. Ebenso ist es nun mit Olympia. Mit Alex steht auch ein Teil von mir auf der Fläche. Ich bin unglaublich stolz auf ihn und darauf, dass er nie aufgegeben hat, auch wenn es manchmal unmöglich erschien. Diese Mentalität zeichnet Alex aus“.
Der WM-Titel 2017 in Muju war sicherlich der entscheidende Auslöser für den Sportsoldaten der Sportfördergruppe Sonthofen, das Ziel „Ich will nach Tokyo“ zu konkretisieren. Durch die gewonnen Weltranglistenpunkte bei der WM ist Alexander Bachmann deutlich im olympischen Ranking nach oben gerutscht. Die Bronzemedaille bei der Europameisterschaft 2018 in Kazan setzte den Vorwärtsmarsch fort und ihm wurde langsam bewusst, dass er wirklich ein Wörtchen bei der Ticketvergabe mitreden könne. „Das ich es aber direkt über die olympische Rangliste schaffen kann, war mir erst bewusst, als ich dann im August-Ranking 2019 plötzlich auf Platz 7 stand“, erzählt Alexander Bachmann. Von da an wurde es ernst und jeder Weltranglistenpunkt war nun entscheidend für die Olympiaqualifikation. Alexander Bachmann schmunzelnd: „Ich wollte unbedingt das Qualifikationsturnier im Mai 2020 in Mailand vermeiden. Ich weiß ja von meiner Frau, wie schwer diese Qualifikationsturniere sind.“
Georg Streif: „Es gab Plan A, B und C. Jetzt bin ich überaus froh, dass Plan C eingetroffen ist“
Dass der Traum von einem ersten DTU-Ehepaar bei Olympischen Spielen ein Traum bleiben wird, entschied die Gesundheit. Denn die macht der WM-Bronzemedaillengewinnerin von 2013 und Olympiateilnehmerin 2016 Rabia Bachmann einen Strich durch die Rechnung. Sie kann aktuell nicht an Wettkämpfen teilnehmen, um sich für Olympia zu qualifizieren.
Auch bei Alex Bachmann zeigte der Leistungssport kurz mal seine gesundheitlichen Schrecken. Aus der Öffentlichkeit ferngehalten wurde seine komplizierte Hand-Verletzung Anfang September beim Grand Prix in Chiba. Trotz erfolgreicher Operation und der optimalen Betreuung durch das umsorgende Ärzte- und Physioteam, konnte anfangs nur mit Handbremse die Punktejagd angegangen werden. Alexander Bachmann dazu: „Natürlich haben wir die Verletzung von der Öffentlichkeit und somit auch von meinen Gegnern ferngehalten. Wenn es um Olympia geht, kann auf der Fläche viel passieren. Es hätte ja sein können, dass meine Gegner mit dem Wissen über meine Verletzung extra auf meine Hand kicken.“ Dies war ebenso ein kluger Schachzug vom Trainerteam wie auch die verschiedenen Szenarien, wie trotz der Verletzung, die Qualifikation geschafft werden kann. „Es gab Plan A, B und C. Ich bin froh, dass nun Plan C funktioniert hat“, gab Herren-Cheftrainer Georg Streif erleichtert zu und freute sich, dass das Ticket für Tokyo nun so deutlich mit Platz 3 im olympischen Ranking gesichert wurde.
„Alex gibt nie auf. Auch wenn es mal nicht läuft. Er macht immer weiter, auch wenn er Rückschläge hinnehmen muss. Das zeichnet ihn aus und bin stolz, dass er sich sportlich und menschlich zu diesem Menschen entwickelt hat,“ schwärmt Vanja Babic von seinem Schützling, der damals mit 7 Jahren zu ihm gekommen ist und wo der Vater anfangs eher abgeraten hat, zu viel Zeit in diesen Jungen zu investieren. Alles zahlt sich irgendwann aus. „Wir haben die Top-5 Platzierung geschafft, ohne eine Grand Prix Medaille geholt zu haben“.
An dieser Stelle hat die Zusammenarbeit aller Beteiligten nahezu perfekt funktioniert. Ein Erfolg, der für Herren-Chef Bundestrainer Georg Streif ebenfalls etwas ganz Außergewöhnliches ist. Seine Erfahrung als Headcoach bei den Olympischen Spielen in Sydney, die mit der bislang einzigen Olympiamedaille für die deutschen Herren endete, wird dem gesamten Team sicherlich auch für die Olympischen Spiele in Tokyo viele Vorteile bringen. Akribisch und bis ins Detail durchdacht wird nun die Mission Tokyo individuell für Alex geplant. Das hierfür viele Kräfte gebündelt werden müssen, zeigen die Worte des Dankes, die Georg Streif immer bewusst und ehrlich am Ende eines solchen Teamerfolges formuliert. „Mein Dank gilt neben der Leistung von Alex, allen die an diesem Erfolg mitgewirkt haben. Der Heimtrainer, die Bundeswehr, seine Coaches, das Umfeld, der Athletiktrainer, Physiotherapeuten, Sportwissenschaftler, Ärzte, DTU-Funktionäre, Sporthilfe, DOSB, Sponsoren und so weiter. Alle haben ihr Bestes gegeben, um diesen wichtigen Schritt in der DTU zu schaffen. Nur gemeinsam kann Großes geschaffen werden“
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Alexander Bachmann: „Da Vanja Babic am 6. Dezember auch Vater geworden ist, werden wir in den nächsten Tagen alle erfreulichen Ereignisse gemeinsam feiern“
Alex Bachmann konnte in Moskau nicht auf die physische Unterstützung seines Heimtrainers zählen. Grund waren besondere, erfreuliche Umstände am 6. Dezember. Vanja Baibic erzählt überglücklich: „Ich saß schon am Flughafen in Stuttgart und wartete auf das Boarding nach Moskau. Da rief plötzlich meine Frau an und sagte mir, dass unser Baby kommt. Ich habe dann schnell meinen Koffer aus dem Flieger holen lassen. Mein Bruder brachte mich umgehend ins Krankenhaus. Morgens um 3:00 Uhr kam unsere Tochter zur Welt und am Nachmittag hat sich Alex für Olympia qualifiziert. Der Nikolaus hat es gut mit mir gemeint.“
Stefan Klawiter empfängt Glückwünsche von höchster Stelle
Auch DTU-Präsident Stefan Klawiter konnte nicht vor Ort in Moskau sein. Seine präsidialen Verpflichtungen beim DOSB verlangten die Anwesenheit bei den mehrtätigen DOSB-Konferenzen mit den Kollegen anderer Spitzensportverbände und Landessportbünde aus Deutschland. Durch den ständigen Kontakt mit dem DTU-Leistungssportpersonal konnte er in Frankfurt aber während der DOSB-Mitgliederversammlung die Entwicklungen in Moskau dennoch intensiv verfolgen. Als die Entscheidung feststand, dass Alexander Bachmann sich für die Olympischen Spiele qualifiziert hat, waren Alfons Hörmann (DOSB-Präsident) und Stephan Meyer (Staatssekretär beim Bundesministerium des Innern) die ersten Gratulanten für diesen tollen DTU-Erfolg. Stefan Klawiter: „Ich bin sehr stolz auf die Leistung von Alexander, der vor allem zum Ende des Jahres noch einmal mit seinem Trainerteam alles für diesen Erfolg getan hat. Einen Sportler direkt über die olympische Rangliste qualifizieren zu können, ist der Verdienst vieler Unterstützer, denen ich an dieser Stelle ganz besonders danke. Ich blicke motiviert und zuversichtlich in das Jahr 2020.“
Motiviert blicken alle Verantwortlichen der DTU auf das bald beginnende Olympiajahr 2020, in dem noch weitere DTU-Athleten die Chance haben werden, sich ein Ticket für die Olympischen Spiele in Tokyo zu erkämpfen.
Holger Wunderlich: Ich wünsche Alex eine bestmögliche und verletzungsfreie Olympiavorbereitung und hoffe, dass wir im April weitere Athleten/-innen für Tokyo qualifizieren und dann bei den olympischen Spielen 2020 erfolgreiche Ergebnisse erzielen. Zum Jahresende möchte ich mich ganz herzlich bei allen Unterstützern des Leistungssportbereichs der DTU bedanken
Stefan Klawiter: Ich wünsche wünsche mir, dass die Zusammenarbeit zwischen allen Verantwortlichen und unseren Mitgliedern auch weiterhin konstruktiv und kooperativ verläuft, um die Zukunft unseres Verbandes gemeinsam erfolgreich zu gestalten. Selbstverständlich wünsche ich mir ein bestmögliches Abschneiden unserer Sportlerinnen und Sportler bei den Olympischen Spielen in Tokyo, sowie ein Anknüpfen an die tollen Erfolge der vergangenen Jahre durch unsere Technik-Nationalmannschaft bei der Poomsae-Weltmeisterschaft im Mai in Dänemark.
Musa Cicek: Ich wünsche mir, dass nun alle die besinnlichen Weihnachtstage nutzen, um Kraft für das Jahr 2020 zu sammeln, damit wir im April 2020 noch weitere Olympiatickets für Deutschland erkämpfen.
Quelle: DTU
ERFOLGREICHER JAHRESABSCHLUSS DER POOMSAE-LÄUFER!
Zum letzten Poomsaeturnier des Jahres sind unsere Sportler zum Internationalen Park-Pokal nach Sindelfingen aufgebrochen. Die grandiose Entwicklung der letzten Monate hat sich auch hier wieder fortgesetzt, denn wiederum konnten sich alle angetretenen Läufer mit Medaillen für ihre guten Leistungen belohnen.
Die Ergebnisse:
1. Platz: Fabian Frank, Rafailia Tourani & Taha Siddiqui (Paar), Lucie Bossert & Elena Holm & Julia Nufer (Team), Marina Geiselmann & Isabelle Hely & Pia Wippermann (Team), Isabelle Hely & Fabian Frank (Paar)
2. Platz: Taha Siddiqui, Olga Glajm, Marina Geiselmann
3. Platz: Christiane Geiselmann & Matthias Walter (Paar), Rafailia Tourani, Matthias Walter, Elena Holm, Isabelle Hely
Für Olga und Matthias war der Einsatz sogar noch etwas anstrengender als sonst, denn wegen der sehr hohen Teilnehmerzahl von Sportlern aus ganz Europa sind die beiden am Samstag Vormittag selbst gestartet und waren am Nachmittag bzw. am Sonntag als Kampfrichter eingesetzt.
Wie schon in der Ba-Wü-Meisterschaft haben wir auch beim Park-Pokal zum ersten Mal den ersten Platz für die Vereinswertung belegt und den Mannschaftspokal Poomsae nach Zuffenhausen geholt!
© 2026 TKD Center Stuttgart e.V.