Die Website des Taekwondo Center Stuttgart e.V. | Trainieren Sie mit dem Weltmeister und werden Sie auch ein Champion!
Auf 800qm Gesamtfläche mit 2 Trainingshallen bietet unser Verein mehr als ausreichend Platz für Taekwondo, Hapkido und Fitness.
Sämtliche Geräte stehen jedem Mitglied täglich zur freien Verfügung. Wir können nicht nur Kampfkunst.
Für Unentschlossene bieten wir ein kostenfreies Probetraining an. Vereinbaren Sie heute noch einen Termin..
April 07, 2026
Kim Vivian Habulin für die Europameisterschaft 2026 nominiert
Große Freude beim TKD Center Stuttgart: Kim Vivian Habulin wurde von der Deutschen Taekwondo Union (DTU) für die European Taekwondo Championships 2026 nominiert.
Die Europameisterschaft findet vom 11. bis 14. Mai 2026 im BMW Park in München statt. Kim wird dort in der Gewichtsklasse bis 62 kg an den Start gehen und Deutschland auf höchstem europäischen Niveau vertreten.
Die Nominierung für dieses bedeutende internationale Turnier ist eine besondere Auszeichnung und zugleich ein Beleg für die starken Leistungen, die Kim in den vergangenen Monaten gezeigt hat. Die Teilnahme an einer Europameisterschaft stellt einen wichtigen Meilenstein in ihrer sportlichen Laufbahn dar und unterstreicht ihre kontinuierliche Entwicklung.
Das TKD Center Stuttgart ist stolz auf diese Nominierung und wünscht Kim Vivian Habulin eine erfolgreiche Vorbereitung sowie viel Erfolg bei den European Taekwondo Championships 2026 in München.
April 06, 2026
Taekwondo Camp vom 03. bis 06.04.2026
Vom 03. bis 06. April 2026 nahmen mehrere Athletinnen und Athleten des TKD Center Stuttgart an einem viertägigen Taekwondo Camp teil. Ausrichter der Veranstaltung war Ramazan Baygün, der gemeinsam mit den Referenten vielseitige Trainingseinheiten organisierte.
Als Referenten waren Murat Sarikus vom Türkiye National Team, Ramazan Baygün (Sportfachwirt, Trainer C/B Lizenz, TKD Baygün), Dejan Markovic (Trainer B Lizenz, TKD Center Stuttgart) sowie Cantekin Ertan (Trainer C Lizenz, TKD Team Ertan) vor Ort. Mit ihrer Erfahrung vermittelten sie den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wertvolle Inhalte in den Bereichen Technik, Taktik und Wettkampftraining.
Für das TKD Center Stuttgart nahmen Lina Lahcen, Lina Ghozzi, David Findling, Kim Vivian Habulin, Lena Milica Djuric, Alisa Mazur und Damir Mazur am Camp teil. Für die Athletinnen und Athleten bot sich damit eine gute Gelegenheit, an ihren Fähigkeiten zu arbeiten, neue Impulse für das Training mitzunehmen und sich mit anderen Sportlerinnen und Sportlern auszutauschen.
Das Camp stellte für alle Beteiligten eine wertvolle Erfahrung dar und bot über mehrere Tage hinweg intensive Einheiten in einer motivierten Trainingsatmosphäre. Neben dem sportlichen Aspekt standen auch der gemeinsame Austausch und die Freude am Taekwondo im Mittelpunkt.
März 30, 2026
18 Prüflinge bestehen Dan-Prüfung erfolgreich
Ein langer und intensiver Prüfungstag liegt hinter den Sportlerinnen und Sportlern des TKD Center Stuttgart und des befreundeten Vereins Taeguk e.V.: Insgesamt 18 Prüflinge stellten sich der Dan-Prüfung, davon 9 zum 1. Dan und 9 zum 2. Dan. Mit 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war das TKD Center Stuttgart besonders stark vertreten, weitere 5 Prüflinge kamen aus dem Verein von Dirk Meier.
Pünktlich um 10:00 Uhr begann die Prüfung, die sich bis etwa 16:00 Uhr erstreckte. In diesen sechs Stunden mussten die Teilnehmenden ihr Können in sämtlichen relevanten Disziplinen unter Beweis stellen. Geprüft wurden Formenlauf, 1-Step in formen und wettkampforientierter Ausführung, Pratzensparring, Wettkampf, Selbstverteidigung sowie der Bruchtest.
Abgenommen wurde die Prüfung von Rudi Krupka als Vorsitzendem sowie Stojan Babic und Dirk Meier. Insgesamt zeigten alle Prüflinge eine engagierte und über weite Strecken solide Leistung. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Alle 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bestanden ihre Prüfung.
Zum 1. Dan bestanden:
Darian Kleber, Selina Durdu, Emilia Mihali, Malak Boulkhamen, Noah Durdu und Frank Kuhn.
Zum 2. Dan bestanden:
Maximilian Wanner, Lena Djuric, Taiba Siddiqui, Vasiliki Boutsakis, Daniel Pulko, Tobias Wanner und Dragan Djuric.
Die Dan-Prüfung zeigte insgesamt einen guten Leistungsstand und eine positive Entwicklung der Sportlerinnen und Sportler. Gleichzeitig wurde auch deutlich, dass insbesondere der Bruchtest weiterhin ein klares Entwicklungsfeld bleibt und künftig noch stärker trainiert werden sollte.
Am Ende steht jedoch vor allem ein starkes Gesamtergebnis: ein fordernder Prüfungstag, solide Leistungen und eine Bestehensquote von 100 Prozent.
März 25, 2026
TKD Center Stuttgart beim Belgian Open G1 Kyorugi 2026 in Lommel vertreten
Am 21. und 22. März 2026 fand in der De Soeverein in Lommel das Belgian Open G1 Kyorugi 2026 statt. Mit insgesamt 1345 Athletinnen und Athleten aus aller Welt war das Turnier hochkarätig besetzt und bot starke internationale Konkurrenz. Mit dabei waren auch drei Sportlerinnen und Sportler des TKD Center Stuttgart, die sich auf internationaler Bühne mit starken Leistungen präsentierten.
Den Auftakt machte David Findling in der Jugendklasse bis 48 kg. Als an Position drei gesetzt startete er mit guten Voraussetzungen in das Turnier, musste sich jedoch bereits in seinem ersten Kampf SILUE Korona Oumar aus der Elfenbeinküste geschlagen geben.
Ebenfalls am Samstag ging Lena Djuric in der Gewichtsklasse bis 68 kg an den Start. Sie zeigte in der ersten Runde eine starke Leistung und gewann ihren Kampf souverän gegen PIZANE Ksenija aus Lettland. Im anschließenden Viertelfinale traf sie auf die starke Kroatin SRHOJ Maja. Nach einem hervorragenden Kampf musste sich Lena am Ende knapp geschlagen geben.
Am Sonntag vertrat Kim Vivian Habulin das TKD Center Stuttgart in der Klasse bis 67 kg. Sie zeigte ein starkes Turnier und überzeugte mit zwei hochklassigen Siegen. Zunächst gewann sie gegen die starke Türkin ZAFER Isil. Im zweiten Kampf setzte sie sich zudem gegen die an Position zwei gesetzte und in der Weltrangliste auf Platz 17 geführte Andrea Berisaj aus Montenegro durch. Erst im Viertelfinale wurde Kim gestoppt, wo sie sich der an Position zehn gesetzten Algerierin Khalida Haddad geschlagen geben musste.
Mit engagierten Auftritten, starken Kämpfen und wichtigen internationalen Erfahrungen konnten die Athletinnen und Athleten des TKD Center Stuttgart beim Belgian Open G1 Kyorugi 2026 erneut ihr Können unter Beweis stellen.
März 18, 2026
Am 14. und 15. März 2026 ging das TKD Center Stuttgart bei den Dutch Open G2 Kyorugi 2026 im niederländischen Eindhoven mit vier Athletinnen und Athleten an den Start. Das international hochklassig besetzte Turnier gehörte mit insgesamt 1.469 gemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus aller Welt zu den bedeutendsten Wettkämpfen im Taekwondo-Kalender. Besonders stark vertreten waren die Altersklassen der Junioren mit 526 Startern sowie der Senioren mit 652 Startern.
In der Jugend vertraten David Findling, Lena Djuric und Maxim Wedel die Farben des TKD Center Stuttgart.
David Findling startete in der Gewichtsklasse bis 48 Kilogramm und überzeugte mit einer herausragenden Turnierleistung. Als Nummer vier gesetzt, erhielt er zunächst ein Freilos in der ersten Runde. Im Viertelfinale setzte er sich stark gegen VASIOURIS Konstantinos aus Griechenland durch. Auch im Halbfinale zeigte David eine überzeugende Leistung und besiegte PEREZ LLOBELL Luis aus Spanien. Erst im Finale musste er sich BAMASUD Meshari aus Saudi-Arabien geschlagen geben. Mit dem Gewinn der Silbermedaille erreichte er einen hervorragenden zweiten Platz bei diesem hochkarätigen G2-Turnier.
Lena Djuric ging in der Klasse bis 68 Kilogramm an den Start. Als Nummer acht gesetzt, traf sie in ihrem ersten Kampf auf NADMI Basma aus Frankreich. Trotz engagierten Einsatzes und einer kämpferisch starken Vorstellung musste sie sich in dieser Begegnung geschlagen geben.
Ebenfalls in der Jugendklasse bis 68 Kilogramm kämpfte Maxim Wedel für das TKD Center Stuttgart. In seinem Auftaktkampf stand er BIGUN Anatolii aus Schweden gegenüber. Auch er zeigte eine engagierte Leistung, musste sich jedoch in seiner ersten Begegnung geschlagen geben.
Am Sonntag waren die Seniorinnen an der Reihe. Für das TKD Center Stuttgart startete Kim Vivian Kreuzer in der Gewichtsklasse bis 67 Kilogramm. Sie gewann ihre erste Runde deutlich gegen FABER Isabelle aus Luxemburg und unterstrich dabei ihre starke Form mit einer überzeugenden Leistung. In der zweiten Runde traf sie auf die an Position drei gesetzte XING Jiani aus China und stand damit einer besonders starken internationalen Gegnerin gegenüber.
Die Dutch Open 2026 waren für das TKD Center Stuttgart ein wichtiger internationaler Leistungsvergleich auf höchstem Niveau. Besonders der Gewinn der Silbermedaille durch David Findling unterstreicht die positive Entwicklung der Athletinnen und Athleten sowie die erfolgreiche Arbeit des Vereins im internationalen Wettkampfgeschehen. Darüber hinaus bot das Turnier allen Starterinnen und Startern wertvolle Erfahrungen gegen starke Konkurrenz aus aller Welt.
März 16, 2026
Athletinnen und Athleten des TKD Center Stuttgart bei der Sportjugendehrung der Stadt Stuttgart ausgezeichnet
Am Freitag, den 13. März 2026, wurden bei der Sportjugendehrung der Stadt Stuttgart rund 300 junge Talente von der Sportkreisjugend Stuttgart (SKJ) für ihre herausragenden Leistungen im vergangenen Jahr geehrt. Unter den ausgezeichneten Sportlerinnen und Sportlern befanden sich auch mehrere Athletinnen und Athleten des TKD Center Stuttgart.
Die Ehrung ist eine besondere Anerkennung für junge Sportlerinnen und Sportler, die durch ihre Erfolge auf Landes- und Bundesebene auf sich aufmerksam gemacht haben. Für das TKD Center Stuttgart ist diese Auszeichnung ein schöner Beleg für die starke Nachwuchsarbeit und die kontinuierlich erfolgreichen Leistungen im Wettkampfsport.
Geehrt wurden Kijara Ana Frklic, Jasmin Kleber, Lina Lahcen, Evangelos Leto Lolas und Maximilian Wanner für ihren jeweils ersten Platz bei der Baden-Württembergischen Meisterschaft. Ebenfalls ausgezeichnet wurde Mia Maela Majstorovic, die mit ihrem zweiten Platz bei der Deutschen Meisterschaft einen weiteren großen Erfolg für das TKD Center Stuttgart erzielen konnte.
Die Ehrung im feierlichen Rahmen der Sportjugend Stuttgart war für alle Beteiligten ein besonderer Moment und eine verdiente Würdigung der gezeigten Leistungen. Für das TKD Center Stuttgart sind diese Auszeichnungen nicht nur ein Zeichen des sportlichen Erfolgs, sondern auch ein Ansporn, den eingeschlagenen Weg in der Nachwuchsförderung konsequent weiterzugehen.
Das TKD Center Stuttgart gratuliert allen geehrten Athletinnen und Athleten herzlich zu dieser besonderen Auszeichnung.
März 10, 2026
Am 7. März 2026 war das TKD Center Stuttgart bei den Internationalen Schwabach Open 2026 mit insgesamt fünf Athletinnen und Athleten vertreten und konnte dabei einen sehr erfolgreichen Wettkampftag feiern.
Das Team zeigte starke Leistungen und überzeugte mit großem Einsatz, Kampfgeist und technischen Fähigkeiten. Besonders erfreulich war die hervorragende Medaillenbilanz: Gleich viermal konnte sich das TKD Center Stuttgart die Goldmedaille sichern.
Lina Lachcen erkämpfte sich mit einer starken Leistung den ersten Platz und damit die Goldmedaille. Auch Alisa Mazur zeigte einen überzeugenden Wettkampf und stand am Ende ganz oben auf dem Podest. Ebenso erfolgreich war Damir Mazur, der sich ebenfalls die Goldmedaille sicherte. Evangelos Leto Lolas rundete das starke Ergebnis mit einem weiteren ersten Platz ab.
Komplettiert wurde das erfolgreiche Abschneiden durch Lina Ghozzi, die sich mit einer guten Leistung die Silbermedaille erkämpfte.
Mit vier Goldmedaillen und einer Silbermedaille blicken die Internationalen Schwabach Open 2026 auf einen äußerst erfolgreichen Turniertag für das TKD Center Stuttgart zurück. Die Ergebnisse zeigen einmal mehr die gute Vorbereitung und die starke Entwicklung der Athletinnen und Athleten. Das gesamte Team kann stolz auf diese Leistung sein.
Februar 21, 2026
GERMAN OPEN POOMSAE
Über 500 Athletinnen und Athleten aus 27 Nationen kamen in Wiesbaden zusammen zur German Open Poomsae, dem ersten G1-Weltranglistenturnier in Deutschland.
Auch das TKD Center Stuttgart reiste mit einer Mannschaft an, lieferte spannende Duelle und konnte sich in verschiedenen Klassen in den Medaillenrängen platzieren.
1.Platz: Maximilian Wanner/Louis Kreibich/Maximilian Bach (Team)
2.Platz: Fabian Frank
3.Platz: Anna Raus/Sara Telatar/Steffi Leberle (Team), Dirk Meier, Doris Hely, Christiane Geiselmann/Matthias Walter (Paar), Christiane Geiselmann
Herzlichen Glückwunsch!
Februar 18, 2026
Volles Haus beim Kampfrichter-Lehrgang – 40 Teilnehmer setzen Zeichen für Qualität im Taekwondo
Am 14. Februar 2026 fand im TKD Center Stuttgart ein Kampfrichter-Lehrgang mit rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. Der Lehrgang war hervorragend besucht und zeigte einmal mehr, wie groß das Interesse an einer fundierten und professionellen Kampfrichterausbildung im Taekwondo ist.
Teilgenommen haben sowohl angehende Kampfrichterinnen und Kampfrichter als auch bereits aktive Offizielle, die ihr Wissen vertiefen und auf den neuesten Stand bringen wollten.
📚 Theorie und Praxis auf hohem Niveau
Im theoretischen Teil wurden aktuelle Wettkampfregeln, Regeländerungen sowie typische Wettkampfsituationen ausführlich besprochen. Besonderes Augenmerk lag auf der korrekten Bewertung von Techniken, der Interpretation von Kampfsituationen sowie auf einheitlichen Entscheidungen im Sinne der Fairness.
Im praktischen Teil konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Gelernte direkt umsetzen. Anhand von Demonstrationen und simulierten Kampfsituationen wurden Handzeichen, Positionierung auf der Fläche und das Zusammenspiel im Kampfrichter-Team trainiert. Dabei stand vor allem eines im Mittelpunkt: Sicherheit, Fairness und Professionalität im Wettkampf.
🤝 Starker Austausch und Teamgeist
Neben der fachlichen Weiterbildung bot der Lehrgang auch Raum für Austausch und Diskussion. Erfahrungen aus vergangenen Turnieren wurden geteilt, Unsicherheiten geklärt und praxisnahe Lösungsansätze erarbeitet.
Die hohe Teilnehmerzahl von rund 40 Personen unterstreicht die Bedeutung gut ausgebildeter Kampfrichterinnen und Kampfrichter für den Wettkampfsport – denn sie sind ein zentraler Bestandteil jeder Veranstaltung.
Der Kampfrichter-Lehrgang im TKD Center Stuttgart war ein voller Erfolg. Mit viel Engagement, Disziplin und Interesse arbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konzentriert an ihrer Weiterentwicklung.
Eine starke Basis für faire und professionell geleitete Turniere in der kommenden Wettkampfsaison.
Das Taekwon-Do Center Stuttgart e.V. wünscht seinen Mitgliedern, Gönnern und Freunden nur das Beste für das kommende 2020 :)
Euer TKD Center Stuttgart e.V.
Herzliche Weihnachtsgrüße und die besten Wünsche für 2020 senden wir unseren Mitgliedern, Gönnern und Freunden.
Euer TKD Center Stuttgart e.V.
Park Pokal 2019
Vergangenes Wochenende machte sich eine Gruppe Kämpfer auf zum letzten Turnier des Jahres. Mit 5x Gold, 3x Silber und 4x Bronze kehrten sie nach Hause.
Wir gratulieren allen Kämpfern.
Optimale Vorbereitung, Gelassenheit und innere Ruhe als Erfolgsgaranten
Als einer der ersten deutschen Athleten schaffte der Taekwondo-Weltmeister Alexander Bachmann das, was in Deutschland bisher erst wenige Sportler erreichen konnten. Er qualifizierte sich am 6. Dezember, dem Nikolaustag, in Moskau nach einem harten und langen Weg mit einem Direktstartplatz für die Olympischen Spiele im kommenden Jahr in Tokyo. Dieser Tag war nicht nur für den glücklichen Taekwondo-Sportler ein besonderer Tag. Auch bei seinem Trainer Vanja Babic wird der 6. Dezember 2019 für immer in Erinnerung bleiben. Wie es zu dem großen Erfolg in Moskau kam und was den Tag für den Trainer so unvergesslich macht, das verraten Vanja Babic und Alexander Bachmann exklusiv im Interview.
Von Helena Stanek
Mit einer mental starken Leistung ging Alexander Bachmann am Nikolaustag in Moskau in seine Mission „Olympiaticket“. Die Anspannung bei ihm und allen Beteiligten war groß. „Obwohl ich von 1997-2012 fast 16 Jahre als Bundestrainer gearbeitet habe, schaffe ich es bis heute nicht auf der Tribüne still zu sitzen, wenn unsere deutschen Athleten kämpfen“, verriet der Taekwondo Sportdirektor Holger Wunderlich kurz vor der Abreise nach Moskau. Alex Bachmann dagegen machte auch an diesem besonderen Tag das, was ihn in seiner erfolgreichen Karriere auszeichnet: Ruhe bewahren. Der erste Kampf gegen den starken Brasilianer, Maicon Siqueira, war an Spannung kaum zu übertreffen. Ein ständiger Führungswechsel im Kampfverlauf endete mit einem 18:17 Punkte-Vorsprung für Alex. Doch in der letzten Sekunde des Kampfes gab der Kampfrichter dem Deutschen noch eine Verwarnung und das Scoreboard schlug auf 18 zu 18 Punkte um. Die vierte Runde, der sogenannte Sudden Death, musste entscheiden wer als Sieger von der Fläche gehen konnte.
„Eigentlich war der Kampf gegen den Brasilianer kein Problem“, resümiert Bachmann gelassen nach seinem Sieg gegen den Sofia-Grand Prix-Sieger und WM-Bronzemedaillengewinner 2019 aus Brasilien. Für die Zuschauer hingegen, war dieser Kampf vom Verlauf her pure Nervenanspannung. Das sich Alex auch mit einer Niederlage im ersten Kampf direkt für die Olympischen Spiele qualifiziert hätte, war wohl nur den Insidern bewusst.
Erfolge in Australien, Italien und Israel sorgten für hervorragende Ausgangssituation
Durch seine letzten Erfolge bei den European Extra Games (Silber) und den Israel Open (Gold) hatte sich der 25-jährige eine perfekte Ausgangssituation verschafft, so dass der Anruf bei seiner Frau Rabia nach seinem gewonnen Olympiaticket im Prinzip nur noch Formsache war. Als die Entscheidung dann endgültig feststand, war die Freude bei allen Mitgereisten dennoch groß. „Die direkte Qualifikation von Alexander über die Olympische Weltrangliste macht uns als Verband überglücklich und sehr stolz. Er hat es, in Zusammenarbeit mit vielen Unterstützern, aus eigener Kraft geschafft. Durch die hervorragende Zusammenarbeit der Trainer, des Ärzteteams und des Präsidiums war dies möglich. Ihnen gilt ebenso mein Dank, wie unserem Olympia-Teilnehmer Alexander Bachmann,“ sagte Musa Cicek, Vize-Präsident Leistungssport. Diese Zusammenarbeit wird nun seitens der DTU noch einmal verstärkt. Sein Heimtrainer Vanja Babic wird ab Januar dem offiziellem Trainerteam der DTU angehören, um die Vorbereitung optimal gestalten zu können. Vanja Babic: „Die Zusammenarbeit mit der DTU war rückblickend perfekt. Alles funktionierte tadellos. Das hat diesen Erfolg überhaupt möglich gemacht. Jedes Problem, das wir hatten, wurde gemeinsam angegangen und gelöst. Für Tokyo müssen wir alle noch eins drauflegen. Ich freue mich sehr auf meine neue Herausforderung als Bundestrainer bei der DTU.“
Verändern wird sich für den ehemaligen Leistungssportler Babic natürlich einiges. In seinem Verein, TKD Center Stuttgart, hält der Vater von Vanja, Stojan Babic, die organisatorischen Fäden in der Hand. Ein großes Trainerteam kümmert sich um die einzelnen Gruppen. Die Top-Athleten in Stuttgart trainieren dann bei Vanja. Der Verein stärkt Vanja Babic nun in seiner neuen Rolle als Bundestrainer den Rücken, damit er sich zukünftig voll auf die Olympiavorbereitung von Alexander Bachmann konzentrieren und andere Arbeiten ein wenig zurückstellen kann.
Vanja Babic: „Als Alex den WM-Titel geholt hat, ist auch von mir eine Art Druck abgefallen“
Wenn ein ehemaliger Leistungssportler, der selbst auf Weltniveau gekämpft hat, als Trainer EM-, WM- und möglicherweise auch Olympiamedaillen holt, sind dies immer besondere Momente in einer Trainerkarriere. Aber als Alex 2017 im südkoreanischen Muju WM-Gold gewonnen hat, ist auch von Vanja Babic eine Last von den Schultern gefallen: „Er hat das beendet, was ich 2009 bei der WM verpasst habe. Ebenso ist es nun mit Olympia. Mit Alex steht auch ein Teil von mir auf der Fläche. Ich bin unglaublich stolz auf ihn und darauf, dass er nie aufgegeben hat, auch wenn es manchmal unmöglich erschien. Diese Mentalität zeichnet Alex aus“.
Der WM-Titel 2017 in Muju war sicherlich der entscheidende Auslöser für den Sportsoldaten der Sportfördergruppe Sonthofen, das Ziel „Ich will nach Tokyo“ zu konkretisieren. Durch die gewonnen Weltranglistenpunkte bei der WM ist Alexander Bachmann deutlich im olympischen Ranking nach oben gerutscht. Die Bronzemedaille bei der Europameisterschaft 2018 in Kazan setzte den Vorwärtsmarsch fort und ihm wurde langsam bewusst, dass er wirklich ein Wörtchen bei der Ticketvergabe mitreden könne. „Das ich es aber direkt über die olympische Rangliste schaffen kann, war mir erst bewusst, als ich dann im August-Ranking 2019 plötzlich auf Platz 7 stand“, erzählt Alexander Bachmann. Von da an wurde es ernst und jeder Weltranglistenpunkt war nun entscheidend für die Olympiaqualifikation. Alexander Bachmann schmunzelnd: „Ich wollte unbedingt das Qualifikationsturnier im Mai 2020 in Mailand vermeiden. Ich weiß ja von meiner Frau, wie schwer diese Qualifikationsturniere sind.“
Georg Streif: „Es gab Plan A, B und C. Jetzt bin ich überaus froh, dass Plan C eingetroffen ist“
Dass der Traum von einem ersten DTU-Ehepaar bei Olympischen Spielen ein Traum bleiben wird, entschied die Gesundheit. Denn die macht der WM-Bronzemedaillengewinnerin von 2013 und Olympiateilnehmerin 2016 Rabia Bachmann einen Strich durch die Rechnung. Sie kann aktuell nicht an Wettkämpfen teilnehmen, um sich für Olympia zu qualifizieren.
Auch bei Alex Bachmann zeigte der Leistungssport kurz mal seine gesundheitlichen Schrecken. Aus der Öffentlichkeit ferngehalten wurde seine komplizierte Hand-Verletzung Anfang September beim Grand Prix in Chiba. Trotz erfolgreicher Operation und der optimalen Betreuung durch das umsorgende Ärzte- und Physioteam, konnte anfangs nur mit Handbremse die Punktejagd angegangen werden. Alexander Bachmann dazu: „Natürlich haben wir die Verletzung von der Öffentlichkeit und somit auch von meinen Gegnern ferngehalten. Wenn es um Olympia geht, kann auf der Fläche viel passieren. Es hätte ja sein können, dass meine Gegner mit dem Wissen über meine Verletzung extra auf meine Hand kicken.“ Dies war ebenso ein kluger Schachzug vom Trainerteam wie auch die verschiedenen Szenarien, wie trotz der Verletzung, die Qualifikation geschafft werden kann. „Es gab Plan A, B und C. Ich bin froh, dass nun Plan C funktioniert hat“, gab Herren-Cheftrainer Georg Streif erleichtert zu und freute sich, dass das Ticket für Tokyo nun so deutlich mit Platz 3 im olympischen Ranking gesichert wurde.
„Alex gibt nie auf. Auch wenn es mal nicht läuft. Er macht immer weiter, auch wenn er Rückschläge hinnehmen muss. Das zeichnet ihn aus und bin stolz, dass er sich sportlich und menschlich zu diesem Menschen entwickelt hat,“ schwärmt Vanja Babic von seinem Schützling, der damals mit 7 Jahren zu ihm gekommen ist und wo der Vater anfangs eher abgeraten hat, zu viel Zeit in diesen Jungen zu investieren. Alles zahlt sich irgendwann aus. „Wir haben die Top-5 Platzierung geschafft, ohne eine Grand Prix Medaille geholt zu haben“.
An dieser Stelle hat die Zusammenarbeit aller Beteiligten nahezu perfekt funktioniert. Ein Erfolg, der für Herren-Chef Bundestrainer Georg Streif ebenfalls etwas ganz Außergewöhnliches ist. Seine Erfahrung als Headcoach bei den Olympischen Spielen in Sydney, die mit der bislang einzigen Olympiamedaille für die deutschen Herren endete, wird dem gesamten Team sicherlich auch für die Olympischen Spiele in Tokyo viele Vorteile bringen. Akribisch und bis ins Detail durchdacht wird nun die Mission Tokyo individuell für Alex geplant. Das hierfür viele Kräfte gebündelt werden müssen, zeigen die Worte des Dankes, die Georg Streif immer bewusst und ehrlich am Ende eines solchen Teamerfolges formuliert. „Mein Dank gilt neben der Leistung von Alex, allen die an diesem Erfolg mitgewirkt haben. Der Heimtrainer, die Bundeswehr, seine Coaches, das Umfeld, der Athletiktrainer, Physiotherapeuten, Sportwissenschaftler, Ärzte, DTU-Funktionäre, Sporthilfe, DOSB, Sponsoren und so weiter. Alle haben ihr Bestes gegeben, um diesen wichtigen Schritt in der DTU zu schaffen. Nur gemeinsam kann Großes geschaffen werden“
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Alexander Bachmann: „Da Vanja Babic am 6. Dezember auch Vater geworden ist, werden wir in den nächsten Tagen alle erfreulichen Ereignisse gemeinsam feiern“
Alex Bachmann konnte in Moskau nicht auf die physische Unterstützung seines Heimtrainers zählen. Grund waren besondere, erfreuliche Umstände am 6. Dezember. Vanja Baibic erzählt überglücklich: „Ich saß schon am Flughafen in Stuttgart und wartete auf das Boarding nach Moskau. Da rief plötzlich meine Frau an und sagte mir, dass unser Baby kommt. Ich habe dann schnell meinen Koffer aus dem Flieger holen lassen. Mein Bruder brachte mich umgehend ins Krankenhaus. Morgens um 3:00 Uhr kam unsere Tochter zur Welt und am Nachmittag hat sich Alex für Olympia qualifiziert. Der Nikolaus hat es gut mit mir gemeint.“
Stefan Klawiter empfängt Glückwünsche von höchster Stelle
Auch DTU-Präsident Stefan Klawiter konnte nicht vor Ort in Moskau sein. Seine präsidialen Verpflichtungen beim DOSB verlangten die Anwesenheit bei den mehrtätigen DOSB-Konferenzen mit den Kollegen anderer Spitzensportverbände und Landessportbünde aus Deutschland. Durch den ständigen Kontakt mit dem DTU-Leistungssportpersonal konnte er in Frankfurt aber während der DOSB-Mitgliederversammlung die Entwicklungen in Moskau dennoch intensiv verfolgen. Als die Entscheidung feststand, dass Alexander Bachmann sich für die Olympischen Spiele qualifiziert hat, waren Alfons Hörmann (DOSB-Präsident) und Stephan Meyer (Staatssekretär beim Bundesministerium des Innern) die ersten Gratulanten für diesen tollen DTU-Erfolg. Stefan Klawiter: „Ich bin sehr stolz auf die Leistung von Alexander, der vor allem zum Ende des Jahres noch einmal mit seinem Trainerteam alles für diesen Erfolg getan hat. Einen Sportler direkt über die olympische Rangliste qualifizieren zu können, ist der Verdienst vieler Unterstützer, denen ich an dieser Stelle ganz besonders danke. Ich blicke motiviert und zuversichtlich in das Jahr 2020.“
Motiviert blicken alle Verantwortlichen der DTU auf das bald beginnende Olympiajahr 2020, in dem noch weitere DTU-Athleten die Chance haben werden, sich ein Ticket für die Olympischen Spiele in Tokyo zu erkämpfen.
Holger Wunderlich: Ich wünsche Alex eine bestmögliche und verletzungsfreie Olympiavorbereitung und hoffe, dass wir im April weitere Athleten/-innen für Tokyo qualifizieren und dann bei den olympischen Spielen 2020 erfolgreiche Ergebnisse erzielen. Zum Jahresende möchte ich mich ganz herzlich bei allen Unterstützern des Leistungssportbereichs der DTU bedanken
Stefan Klawiter: Ich wünsche wünsche mir, dass die Zusammenarbeit zwischen allen Verantwortlichen und unseren Mitgliedern auch weiterhin konstruktiv und kooperativ verläuft, um die Zukunft unseres Verbandes gemeinsam erfolgreich zu gestalten. Selbstverständlich wünsche ich mir ein bestmögliches Abschneiden unserer Sportlerinnen und Sportler bei den Olympischen Spielen in Tokyo, sowie ein Anknüpfen an die tollen Erfolge der vergangenen Jahre durch unsere Technik-Nationalmannschaft bei der Poomsae-Weltmeisterschaft im Mai in Dänemark.
Musa Cicek: Ich wünsche mir, dass nun alle die besinnlichen Weihnachtstage nutzen, um Kraft für das Jahr 2020 zu sammeln, damit wir im April 2020 noch weitere Olympiatickets für Deutschland erkämpfen.
Quelle: DTU
ERFOLGREICHER JAHRESABSCHLUSS DER POOMSAE-LÄUFER!
Zum letzten Poomsaeturnier des Jahres sind unsere Sportler zum Internationalen Park-Pokal nach Sindelfingen aufgebrochen. Die grandiose Entwicklung der letzten Monate hat sich auch hier wieder fortgesetzt, denn wiederum konnten sich alle angetretenen Läufer mit Medaillen für ihre guten Leistungen belohnen.
Die Ergebnisse:
1. Platz: Fabian Frank, Rafailia Tourani & Taha Siddiqui (Paar), Lucie Bossert & Elena Holm & Julia Nufer (Team), Marina Geiselmann & Isabelle Hely & Pia Wippermann (Team), Isabelle Hely & Fabian Frank (Paar)
2. Platz: Taha Siddiqui, Olga Glajm, Marina Geiselmann
3. Platz: Christiane Geiselmann & Matthias Walter (Paar), Rafailia Tourani, Matthias Walter, Elena Holm, Isabelle Hely
Für Olga und Matthias war der Einsatz sogar noch etwas anstrengender als sonst, denn wegen der sehr hohen Teilnehmerzahl von Sportlern aus ganz Europa sind die beiden am Samstag Vormittag selbst gestartet und waren am Nachmittag bzw. am Sonntag als Kampfrichter eingesetzt.
Wie schon in der Ba-Wü-Meisterschaft haben wir auch beim Park-Pokal zum ersten Mal den ersten Platz für die Vereinswertung belegt und den Mannschaftspokal Poomsae nach Zuffenhausen geholt!
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